Kommunikation macht Spaß
und nachdenklich: Bonbons für Herz und Hirn.

Gedanken von Oliver Fink

©Oliver Fink

Nur noch toxische Leader unterwegs oder was?

In den letzten beiden Jahren (2024, 2025) ist mir aufgefallen, dass sich viele publizierend Aktive auf den SoMe-Plattformen im Bereich der Beratung, des Coachings und des Trainings für das Thema Führung interessieren. Vor allem in Form von gerne mal provokant-vorwurfsvollen Aussagen. Ich lese abwertende Kommentare über unfähige Führungskräfte, en vogue auch gerne als „toxisch“ bezeichnet. Es ist auch die Schreibe von „deplatzierten“ Führungskräften, denen es an Vielem mangele, vor allem an Empathie, an Inspiration und gerne an der Kompetenz, die optimale Work-Life-Balance für ihre Geführten sicher zu stellen. Und dann schätze ich das Alter der AutorInnen solch kritischer Zeilen an Hand der Vita und der veröffentlichten Bilder und stelle fest: Reichlich eigene Erfahrung in Sachen Führungskompetenz kann da wohl kaum vorhanden sein. Ist das okay? Kaum Erfahrung im Thema, aber vernichtende Urteile für ein paar Likes oder Kommentare fällen?

Da nun bei manchen Leserinnen und Lesern vielleicht schon jetzt der Blutdruck steigt, kurz zwei Bilder. Ich könnte Kurt Tucholsky zitieren und bemerken, dass Erfahrung an sich gar nichts sei, denn man könne seine Sache auch 35 Jahre lang falsch machen. Da hat er wohl recht, das ist gut möglich und da und dort auch wohl der Fall. Denn eine Führungskraft wird nicht durch die Dauer ihrer Betriebszugehörigkeit, durch mehr Gehalt oder durch eine höhere Position irgendwie automatisch und magisch zur Superwoman oder zum Superman mit unfassbarem Charisma und außerirdischen Führungsqualitäten. Ich könnte auch zitieren, dass man kein Koch sein muss, um beurteilen zu können, ob ein Essen schmeckt. Aber lassen wir diese leicht albernen, rhetorischen Bemerkungen und betrachten mal die gar nicht so lustige Wirklichkeit.

Wer ein Unternehmen, insbesondere in dieser gegenwärtigen Zeit, führt, Abteilungen leitet, Verantwortung trägt, Entscheidungen trifft, hat vor allem ein Ziel und viele Erwartungshaltungen zu erfüllen: gute und zukunftstragende Ergebnisse zu erwirtschaften. Eine Organisation im Wettbewerb lebt von Kunden, die zufrieden sind und erbrachten Leistungen des Unternehmens fair vergüten. Das gehört zum 1 x 1 der Marktmechanismen, denen wir alle unterworfen sind und die sich, ähnlich dem Gravitationsgesetz, wohl kaum verändern lassen. Das ist also weder Old School noch Baby Boomer-Sprech, sondern schlichtweg Fakt und eine betriebswirtschaftliche Bauernregel. Vergütet werden Leistungen, die erbracht werden. Keine anderer Berufsstand als der der Selbstständigen und der Unternehmer ist davon so direkt und unbestechlich betroffen.

Führungskräfte müssen aus einem verantwortungsvollen und völlig angemessenen Sachzwang mehr auf den Erfolg der Gesamtorganisation achten, als auf den Wohlfühlfaktor einzelner Mitarbeitenden. Das klingt unsexy, ich weiß. Aber ich rede hier nicht von ausbeutenden Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden knechten, ausnützen und keinen fairen Lohn bezahlen, vor allem im Niedriglohnsektor. Davon gibt es wirklich noch zu viele, auch mitten im so hoch technologisierten und „woken“ New-Work-Deutschland.

Ich mache einen gedanklichen Sprung. Bekommen Menschen mit einer stark egozentrierten Einstellung jemals überhaupt das Vertrauen geschenkt, ein Team, ein Unternehmen oder einen Konzern zu leiten? Oder ist das eine tragische Verquickung aus dunkler Triade der Führenden und Alternativlosigkeit der Geführten? Vielleicht erhalten manche Menschen eine mächtige Position nur dazu, damit sie bleiben oder um ihre Treue wertzuschätzen. Nicht unbedingt aufgrund ihrer Qualifikation. Das wäre jedoch ein schwaches Fundament für wirksame Führungsmechanismen. Was genau leisten solche Führungskräfte für das Unternehmen, ja für einzelne Kolleginnen und Kollegen? Oder können diese später nur qua höherer Stellung delegieren oder per Dekret anordnen? Was für eine wackelige Führungsplattform wäre das, die ständig verteidigt werden müsste, weil Kompetenz, Vertrauen und Stabilität fehlten.

Führung fängt mit langsichtigen, dauerhaften, verlässlichen Leistungen an, mit guten, konstruktiven und umsetzbaren Ideen und einem hohen Engagement und einer Wertschätzung von Mensch und Organisation. Nur dann wächst überhaupt Vertrauen in einen Menschen, der letztendlich Entscheidungen für alle fällen muss. Und erst dann kommt der nächste Schritt. Das ist völlig klar. Aber nochmals: Eine Organisation ist kein Kindergeburtstag, bei dem sich Mutti und Paps Gedanken machen, wie sie die gnädigerweise anwesenden Kinder verwöhnen und bei Laune halten könnten.

Schauen wir die Situation der Führenden einmal genauer an. MIttlerweile gibt es Führungskräfte, die sich nicht mehr trauen, an ihre Mitarbeitenden klare Ziele und Leistungen zu adressieren, was für ihren Job oder die spezielle Aufgabe jedoch dringend erforderlich wäre. Das sind für mich die wesentlichen Führungsschwächen, das gehört aus meiner Sicht kritisiert und das sind Dinge, die nicht in unsere Zeit passen, die nur erfolgreich durchlebt werden kann, wenn alle zusammen arbeiten um die gesamte Leistungsbereitschaft, Service- und Produktqualität auf Hochglanz zu polieren. Oder wenn alle sich zusammensetzten und tragfähige Zukunftsbilder entwickeln, statt etwas fantasielos und verzweifelt eine Einsparungswelle nach der anderen zu starten. Da wird nicht nur das Budget verknappt, sondern auch Motivation, Leistungsbereitschaft und Fairness.

Führungskräfte, die konfliktscheu und entscheidungsschwach mit anschauen, wie Mitarbeitende vertrauensbasierte Gestaltungsspielräume missbrauchen oder die passiv tolerieren, wenn sich seit Monaten Abteilungen oder Mitarbeitende bekriegen und mobben, sind untragbare Risiken, die schädlich für Unternehmen, Kultur und Performance sind. Von solcher Kritik lese ich auf Social Media Plattformen leider viel zu wenig. Stattdessen immer wieder Leadership Bashing. Die formulierte Anspruchshaltung an Führungskräfte ist aus meiner Sicht unangemessen hoch und geradezu frech. Eine ausgleichende Frage wäre an dieser Stelle zum Beispiel: Wie hoch ist im Gegenzug die Leistungs- und Lernbereitschaft der Geführten? Welche Beiträge leisten alle anderen, damit ein Unternehmen in ein erfolgreiches Fahrwasser kommt und bleibt?

Von Führungskräften zu erwarten, sie müssten Mitarbeitenden eine möglichst angenehme und arbeitsarme Zeit vergüten, ist für mich eine völlig unmoderne und unangebrachte Haltung, die früher oder später nur noch in einem großen Konzern mit Raum für individuelle Biotope ausgelebt werden kann. Ich befürchte jedoch, das auch das nicht mehr lange funktioniert. Auch deren Spielräume sind maximal ausgereizt, wie man aktuell erleben kann. In komplexen Organisationen kann die arrogante „Nehmer-Haltung” vielleicht noch eine Weile unentdeckt bleiben. Jedoch zeigt ein Blick auf die aktuelle Situation der Wirtschaft, die nun mal zu über 80 % aus kleinen und mittelständischen Betrieben besteht, dass „frische“ UND „erfahrene“ Leute gebraucht werden, die in kompetenter, fleißiger und konsequenter Zusammenarbeit und mit wechselseitigem Respekt bereit sind, erfolgreich zu denken, zu planen und zu handeln. Dass nachwachsende Generationen die etablierten Führungsriegen unter Generalverdacht einer irgendwie definierten Inkompetenz stellen, ist ziemlich dreist. Instabilität und Unbedachtheit geht sogar relativ oft von jüngeren Generationen aus, ein Blick in die Geschichte der letzten 250 Jahre wäre da ganz aufschlussreich.

Unsere Wirtschaft funktioniert nicht mit freizeitorientiertem Werteverständnis, sondern nur mit gesellschaftlich und wirtschaftlich verantwortlichem Engagement. Der schlaue Job mit wenig Arbeit und viel Lohn ist wohl doch nur eine vorübergehende Erscheinung einer Wohlstandsgeneration, die allen betriebswirtschaftlichen Mechanismen widerspricht und dabei andere mit Vorwürfen überhäuft, die nicht bereit sind, auf eingeforderte, egozentrierte Deals einzugehen.

Oliver Fink

Ein Mann in dunkler Jacke und Jeans steht auf einer hohen Brücke mit Gitterboden, hält an der Schutzgeländer und blickt in die Ferne, während die Sonne im Himmel scheint.

Wie stark ist Ihr Claim?

Als Copywriter und Publizist bin ich sensibilisiert auf Texte, Claims, Slogans usw. Kürzlich ist meine Aufmerksamkeit an einem altmodisch anklingenden Spruch hängen geblieben, den ich aus dem fahrenden Auto etwas unscharf aufgenommen habe: „Kauf Frießinger Mehl, und du gehst nicht fehl.“ Ich musste schmunzeln. Die „Goldene Zeit“ der Werbereime lässt grüßen, wiewohl ich nicht weiß, wie lange dieser Spruch schon benutzt wird und ob überhaupt noch. Viele Werbeslogans des 20. Jahrhunderts reimten sich. Ich habe das Gefühl, sie bleiben trotz (oder gerade aufgrund) ihrer nostalgisch-schnulzigen Patina stärker im Gedächtnis hängen als mancher aus aktuellerer Zeit. Denn wie schnell und lange merken wir uns z. B. folgende Slogans:

+ Die Zukunft zieht ein
+ Die Zukunft gehört allen
+ Die Zukunft kann kommen
+ Zukunft wird aus Ideen gemacht

Weiß jemand so aus dem Stegreif, zu welchem Unternehmen diese Slogans jeweils gehören? Bei so viel Zukunft kann man schon mal durcheinander kommen und sich fragen: Wie stark ist die Positionierungskraft und die Differenzierung bei solchen Formulierungen?

Fazit: Ein passender Slogan muss mehr sein, als gereimt, oder modisch, denglisch, schick oder zeitgemäß. Es lohnt sich strategisch und monetär, beim Naming dieser Sprüche Mühe, Tiefe und viel Kreativität anzuwenden, denn ein Leitspruch, so die deutsche Übersetzung für Slogan, ist neben dem Markennamen und der Markenform die wahrscheinlich längste Praline der Welt, äh, die wahrscheinlich wichtigste Botschaft zur Identifikation und Identifizierung, die letztlich Vertrauen schafft. Und da kommt wieder der Schmerz hoch, den wir alle mal haben: Labern können wir, aber auf den Punkt kommen ... Ich meine damit die Verdichtung wie z. B. bei einem der besten Slogans überhaupt: Reduce to the max! (Für das Fahrzeug Smart Ende der 90er von der Agentur Weber, Hodel Schmid, Zürich).

Ich sage da nur angelehnt an Microsofts Education Program: „Shape auch mal Deine future“. Zwar nicht immer, aber immer öfter. Und wenn Sie, liebe Leiser, Bedarf haben, sage ich mit dem ADAC: Wir sind da. Bleibt das Augenzwinkern: Wie hätte wohl mein Slogan in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gelautet? Hier eine Möglichkeit: „Soll Dein Leitspruch anders sein, kauf’ ihn bei FINK DIFFERENT ein!“

Oliver Fink

Make old Germany grateful again - die MOGGA-Bewegung

Ist aus unserem schönen Land der Dichter und Denker ein destruktives Land der Richter und Henker geworden? Bringen wir unsere Kräfte und Stärken doch lieber für Klügeres und Nützlicheres ein. Wenn wir dem amerikanischen (Alp-)Traum etwas entgegensetzen möchten, brauchen wir vor allem Dankbarkeit und Mut. In einer wertschätzenden Balance aus Rückblick und Ausblick gelingt uns der Weg in eine „große“ Zukunft viel nachhaltiger. Was ist zu tun? Sich abschotten von anderen Ländern oder der Welt? Das Gegenteil ist ratsam. Denn wer sich eine „große“ Insel errichtet, schafft kein Paradies, sondern gerät früher oder später in Seenot. Damit diese Botschaft auch dort verstanden wird, an die sie augenzwinkernd gerichtet ist, wechsel ich ins Englische und offeriere mal 9 Punkte, die ernsthaft und in großer Verantwortung anzugehen sind:

1. Make old Germany a great role model for peace, education, justice and fairly distributed prosperity.

2. Make old Germany a great area where peace-building values are spread, lived and appreciated.

3. Make old ermany a great country where different opinions can find best solutions on the basis of history, expertise, non-violent communication and freedom.

4. Make old Germany a great place where children, families, young and old, sick and healthy people feel safe, cared for and at home.

5. Make old Germany a great location for forward-looking and responsible entrepreneurs and organisations.

6. Make old ermany a great zone in which consistent creation and climate protection as well as a strong economy are in an optimal relationship and balance.

7. Make old Germany a great reliable partner and driver for Europe and the whole world.

8. Make old Germany a great site where citizens of all nations and colors are welcome, integrated and find dignity, charity and work.

9. Make old Germany a great, safe and liveable place for all with humility, social awareness and respect for
everyone involved.

Wären das nicht attraktive Handlungsanweisungen für unser good old Germany?

Oliver Fink

Alte Hüte, aber immer gerne getragen

Manche Trainingsteilnehmer meinen, sie könnten in einem parkenden Auto das Fahren erlernen.
Dieser Satz beschreibt dieses Uraltphänomen in Seminaren ganz gut. „Ich habe das schon verstanden mit der Transaktionsanalyse …“ „Ja, Du weißt es jetzt. Kannst Du sie auch anwenden?“ frage ich dann. Fazit: Nur das Tun führt zum Können. Wissen alleine ist noch relativ wirkungslos. Ähnlich verhält es sich mit Simulationstrainings und Übungen. „Wir wollen nur ein paar Tools haben, Simulationen mögen wir nicht so.” Tja, ohne Fahrpraxis wäre es Leichtsinn, Jemanden auf den Verkehr loszulassen. Üben tut weh aber bringt einfach viel. So sieht’s aus. Zumindest in meinen Seminaren …

Oliver Fink

Nicht nachgeben, um für das Klügere einzustehen

Ich weiß nicht, warum manche Menschen in verantwortlicher Position meinen, dass sie durch Kontrolle, Befehle und Misstrauen mehr erreichen könnten als durch Ermächtigung, Kommunikation und Vertrauen. Ich vermute, dass in ihnen Angst und Gier die Kontrolle übernommen haben. Deswegen haben wir einige gescheiterte Führungskräfte und demotivierte Mitarbeiter. Doch es geht auch anders. Man kann umkehren und lernen. Ich habe es oft genug erlebt. Was es dazu braucht sind mutige und fähige Vorbilder mit Herz, die nicht nachgeben, um für das Klügere einzustehen und Menschen, die sich genau von solchen anzünden lassen.

Oliver Fink

Denken statt Blinken

Die Wirtschaft braucht mehr Philosophie, wörtlich die Liebe zur Weisheit. Vor allem deren Ansätze, ihre Prämissen in Frage zu stellen. Das bedeutet: weiter, tiefer, höher und breiter zu denken. Sonst laufen wir Trends, Krisen oder gar dem Populismus hinterher. Auch das Denken in verschiedenen Flughöhen, Intensitäten und einer angepassten Nomenklatur ist zu empfehlen. Im Wege dazu stehen jedoch erbrachte Erfolge, mit denen wir uns begnügen und ein oft unangebrachter Stolz, der von Social Media Plattformen „sichtbar“ blinkt. Wer sich ständig selbst in den Mittelpunkt stellt, wird von anderen sukzessive an den Rand geführt. Denn Ruhmsucht und Narzissmus machen auf Dauer unsympathisch, einsam und leer.

Oliver Fink

Unsichtbarkeit für mehr Wachstum?

Wenn wir unternehmerisch erfolgreich wachsen wollen, sollten wir zuerst unsere unsichtbaren „Hausaufgaben“ machen, statt uns in die süchtig machende Sichtbarkeit zu stürzen. Ein gesunder Baum, der wächst, zieht seine Identität und Stärke aus den Wurzeln, die tief in der Erde verankert sind. Steht er nur gestützt auf dem Rasen, passiert nicht. Nur durch ein intaktes Wurzelwerk fließen die Kräfte, die authentisch wachsen und erblühen lassen. Ich übersetze. Zuerst müssen wir Zweck und Funktion fokussieren, Nutzen definieren und Strategien ersinnen, dann erst kommen Form und Bekanntheit an die Reihe.

Ich beobachte mit Sorge immer öfters glitzernd schrilles Lametta in immer ähnlicherer Gestalt auf manch stolz hinauf schießendem Bäumchen. Abgekupferte Strategien, Paradoxien uniformen Individualismusses, die 3 oder 6 Masterclass-Regeln des mit KI-generierten Erfolgsansatzes (oder 7, 10, 12, 36 und auch gerne 100), die 8 größten Fehler, 5 Sätze, die Du niemals sagen darfst oder konstruierte Dilemmata laut heraus gebrüllt - das alles ist oberflächliches Chichi ohne Tiefe und Expertise. Es langweilt. Tausend gleichartige Köder im großen Social Media-Teich, wer soll da noch positiv überrascht genußvoll zubeißen?

Macht uns die Präsenz in hippen öffentlichen Räumen, geschützt durch Digitalität, Touch Screen und asymmetrischer Kommunikationsprozesse, denn völlig gaga, fantasielos, algorithmenhörig und lemmingartig gleichgeschaltet? Werden wir so langsam ge-KI-llt und der Fantasie beraubt?

Bleibendes, Merkfähiges, Substanzielles und wirklich Gutes entsteht wissentlich anders, sucht sich eigene, neue, kreative Wege und überzeugt durch Excellence, Begeisterung und Besonderheit und nicht durch schiere Lautstärke, Penetranz, billige Plagiate und überzahlte „So-macht-man-sich-sichtbar-auf-Social-Media”-Kurse.

Ich empfehle in diesen Fällen dringend einen analytischen Blick in die eigenen Wurzeln und auf die Beschaffenheit des Bodens, auf dem wir stehen. Sonst wachsen am Ende nur Eitelkeit, Ichsucht und Berechnung statt eines guten, lohnenswerten und wirklich interessanten Dialogs über Bedarfe und wertsteigernde Lösungen.

Oliver Fink

Sprüche zur Kommunikation

von Oliver Fink

Himmel mit Wolken und einigen Flugzeugstraßen.

„Wenn wir Bilder in Sprache kleiden und Sprache in Bildern, maximiert das Wirkung und Erinnerungskraft.“

„Ein gutes Gespräch ist das wirksame Produkt aus allen Methoden, Ansätzen und Werkzeugen der Kommunikationspsychologie.“

„Gestaltete Kommunikation ist ein zielgerichtetes Beziehungsereignis. Gelingende Kommunikation wirkt primär auf Beziehungsaufbau ab, nicht auf gewaltvolle Rechthaberei.“

 „Nur gelassene und kluge Kommunikation löst hektische Komplexität und schneidet sie in zumutbare Portionen zur intensiven Analyse.“

„Ein klares Wort bewirkt mehr als tausend Bilder.“

„Wer seine Rede mit gutem Humor zu würzen versteht, zieht anspruchsvollste Gäste an den Tisch seiner Themen.“

„Eine gute Präsentation weckt das Publikum, polarisiert es zuweilen und bewegt Herz und Verstand. Eine schlechte Präsentation betäubt das Publikum, langweilt es meist und bewegt es in Richtung Ausgang.“ 

„Man verändert eine Team- oder Organisationskultur weniger durch direktive E-Mails, kollaborative Tools, ständige Meetings, fordernde Excelsheets oder durch angeordnetes Gendern oder schriftliche Handlaufverweise im Treppenhaus. Man verändert sie viel mehr durch intensive, ehrliche und permanente Kommunikation von Mensch zu Mensch.“

„Mit aufrichtiger und kreativer Kommunikation gelingt Veränderung sensationell gut.“

„Die Art und Weise unserer Kommunikation entspricht der Art und Weise unseres Denkens. Und umgekehrt.“

„Alle kalte Rhetorik und distanzierte Eloquenz verblasst neben unperfekter, emotionaler, beziehungsorientierter, zu Herzen gehender Kommunikation.“

„Rhetorik ist die Kunst der Kommunikationswirkung, Moderation ist die Kunst der Kommunikationskontrolle.“

„Führung braucht Vertrauen und Vertrauen entsteht durch Kommunikation.“ 

„Unser Job bei FINK DIFFERENT: einzigartige Menschen, einzigartige Marken, einzigartige Wirkung. Unsere Werkzeuge: Kommunikation und Kreativität.“

„Eine ungefragte Suade (Redeschwall) ist Einbruch, Gewalt und Diebstahl zugleich.“

„Ein kluger Mensch, der gerne spricht, ein Räsoneur, wer kennt ihn nicht, fliegt gerne episch weite Runden und reflektiert oft über Stunden. Ausführlich trägt er gerne vor, schweift gerne ab, raubt uns das Ohr. Wie geh’n wir denn bloß mit ihm um? Wir sagen Tschüss, dann wird er stumm.“

„Wo hohe Geister sich treffen, kommen Gedanken in ihre Höchstform. Wo niedere Geister sich anheizen, geraten Gedanken auf die Stufe eines hungrigen Raubtieres.“

„Der Redner ist dem Hörer ein wenig voraus, gerade so nah, dass er Verbindung und Führung behält und gerade so weit weg, dass beide in spannender Erwartung bleiben.“

„Gottes Wort zu sprechen ist etwas völlig anderes als über Gottes Wort zu sprechen. Das erste geschieht aus himmlischer Kraft, das zweite aus irdischem Fleiß.

Zitate zur Kommunikation

aus Politik, Wirtschaft und Literatur

Dunkler Waldsee mit reflektierenden Bäumen und bewölktem Himmel in der Nähe der Berge.

„Das größte Problem der Kommunikation ist die Illusion, sie hätte stattgefunden.“

George Bernard Shaw

„Der Ausdruck der Persönlichkeit erreicht seine Erfüllung nur durch Kommunikation.“
Pearl S. Buck, amerikanische Schriftstellerin

„Die höchste Form der Kommunikation ist der Dialog.“
August Everding, deutschter Intendant und Regisseur

„Anständig gearbeitete Texte sind wie Spinnweben: dicht, konzentrisch, transparent, wohlgefügt und befestigt. Sie ziehen alles in sich hinein, was da kreucht und fleucht.“
Aus dem Buch „Minima Moralis“, Theodor W. Adorno

„Man kann nicht nicht kommunizieren.“
Axiome der Kommunikation, Paul Watzlawick

„Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und Beziehungsaspekt.“
Axiome der Kommunikation, Paul Watzlawick

„Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung.“
Axiome der Kommunikation, Paul Watzlawick

„Kommunikation ist analog und digital.“
Axiome der Kommunikation, Paul Watzlawick

„Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär.“
Axiome der Kommunikation, Paul Watzlawick

„Ein grober Mensch fällt auf durch unpassende Reden;“
Bibel, Sirach 20,19

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“
Bibel, Jakobus 1,19

„Wer sich aber im Wort nicht verfehlt, der ist ein vollkommener Mensch und kann auch den ganzen Leib im Zaum halten.“
Bibel, Jakobus 3,2

„Durch Geduld wird ein Fürst überredet, und eine linde Zunge zerbricht Knochen.”
Bibel, Sprüche Salomos 25,15

„Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Bösen.“
Bibel, Matthäus 5, 37

„Der eine schweigt und wird deshalb für weise gehalten; der andere macht sich unbeliebt, weil er viel redet.“
Bibel, Sirach 20,5

„Wer viele Worte macht, wird verabscheut; und wer auf seinem Recht besteht, macht sich verhasst.“
Bibel, Sirach 20,8

„Ein grober Mensch fällt auf durch unpassende Reden;“
Bibel, Sirach 20,19